Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.
Mark Twain (am. Schriftsteller, 1835-1903)
Bacardi | 19.08.2004 – 18.04.2018
Wir folgten einer Aushängetafel bei Kaufland und stießen bei einer lieben Familie auf 7 Welpen, die gerade mal einige Tage alt waren.
Wir lernten Senta kennen, eine bildhübsche Schäferhund-Mama und hatten auch die Gelegenheit Willi, den Papa, einen Schäferhund- Rhodesian Ridgeback Mix zu sehen.
Einige Welpen waren bereits vergeben und so entschlossen wir uns für Lilly, ein süßes tapsiges Hundemädchen. Von nun an besuchten wir jede Woche unseren geplanten Familienzuwachs und wälzten Bücher, um uns auf das große Ereignis auch gründlich vorzubereiten.
Nach 8 Wochen wurden die ersten Welpen abgegeben. Lilly, Bacardi und der dicke Freddy blieben noch übrig. Und nun sahen wir, dass Lilly eine Fellnase mit eigenem Köpfchen war. Mit Ambitionen zur Alpha-Hündin. Für eine Familie mit Kind u.U. ein problematisches Unterfangen.
Bacardi zeigte sich gegenüber seiner Mama als verspielt, verschmust und folgte ihr auf Schritt und Tritt. Lilly tappelte genau in die entgegengesetzte Richtung. Damit stand die Entscheidung für Bacardi stand fest, den wir nach einem geplanten Urlaub dann im Alter von 11 Wochen abholen durften.
Vor Freude standen uns die Tränen in den Augen. Und vor Trauer heulten wir angesichts von Senta, seiner Mama, die bedrückt im Zwinger saß und sah, dass wieder eines ihrer Kinder ging … Wir versprachen ihr, gut auf Bacardi zu achten.
Zitat:
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
AUTOR / QUELLE: Roger Andrew Caras (1928 – 2001), Präsident des britischen Tierschutzvereins
Mein Hund … Zeilen zum Abschied
Du warst ein typischer Papahund, du bist mit mir morgens aufgestanden, den ganzen Tag bei mir im Büro oder unterwegs gewesen, abends ins Bett gegangen, warst mit auf Geschäftsreisen im Hotel, mit der Familie im Urlaub. Du hast mein Leben verändert. Raus aus den Anzügen, rein in Abenteuerklamotten.
Aber du warst auch gefährlich. Nach den ersten Trainerstunden sagte der Trainer wir sollten dich wieder weggeben, in erfahrene Hände. Du wärst der eine unter 1000, der Holzhacker unter den Hunden, unverzüchtet, aber sicher kein Familienhund. Du zeigtest nicht nur einmal, dass du ernst machen kannst, hast dein Revier und deine Familie bis aufs Blut verteidigt, uns beschützt.
Im Alter von fünf Jahren änderte sich dein Leben, als Bonny in unser Leben trat. Die ersten Tage gucktest du ganz ungläubig auf das kleine Hundemädchen, aber ihr beide machtet bald ein perfektes Team auf. Wir durften von da an mit euch beiden in vielen Jahren unbeschreibliche Situationen erleben.
Im letzten Jahr quälte dich eine chronische Bronchitis und wir waren jeden Monat zur Kontrolle beim Tierarzt. Eigentlich wollten wir an diesem Tag nicht losfahren, weil es erschien mir albern, nur wegen den Medikamenten dich jedes mal dorthin bringen zu müssen. Im Wartezimmer bekamst du vor Aufregung einen Hustenanfall, der sich immer weiter aufschaukelte. Es war einer meiner schwersten Stunden im Leben. Ich konnte nicht mehr zusehen, als du immer weniger Luft bekamst. So möchte ich nicht sterben und so solltest auch du nicht sterben müssen. Deswegen bat ich den Arzt, dir die tödliche Spritze zu geben.
Weggefährte, Freund und Familienmitglied. Du hast mich viele Jahre treu begleitet. Vielleicht hältst du mir jetzt einen Platz an deiner Seite frei. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn wir uns wiedersehen. Pass du auf deiner Seite der Regenbogenbrücke auf das Rudel auf, das nach und nach kommen wird. Und ich passe hier auf bis ich mit dem letzten des Rudels nachkommen darf.
